Windenergie

Die Kraft des Windes sinnvoll nutzen
Windenergie wird auch als kinetische Energie bezeichnet und ist einer der ältesten Möglichkeiten, die Kraft der Natur zur Energiegewinnung zu nutzen. Schon im Mittelalter bauten die Menschen Windmühlen, um ihr Getreide mahlen zu lassen. Der Wind wurde von de Windrädern aufgenommen und drehte diese. Die daraus entstehende Energie wurde in das Innere der Mühle umgeleitet und trieb den Mahlstein an. Auch in der Schifffahrt war der Wind wichtig, um die Segelschiffe voran zu treiben. Seit den 70iger Jahren, im Zuge der weltweiten Ölkrise wurden die alternative Techniken zur Energiegewinnung wieder zunehmend wichtiger und interessanter und was lag da näher, als sich erneut auf die Windkraft zu berufen?

Heute werden keine Windmühlen mehr genutzt, sie wurden durch moderne Windkraftanlagen ersetzt und es wird mit der Energie des Windes längst kein Mehl mehr gemahlen, sondern Strom erzeugt.

Wie entsteht eigentlich Wind?
Die Entstehung von Wind hat nicht nur einen Ursprung, sondern ist das Ergebnis von vielen atmosphärischen Bedingungen, die auf der Erde herrschen. Die Sonne strahlt auf die Erde, jedoch erwärmt sie diese dabei nicht gleichzeitig, sondern unterschiedlich stark. Es gibt kalte und wärme Bereiche, eine Schattenseite und eine Tageslichtseite, je nachdem, wie sich die Erde gedreht hat. Aufgrund dieser thermischen Unterschiede entstehen Luftströmungen, wärmere Winde und kältere Winde. Die können unterschiedlich stark sein, je nachdem in welchem Gebiet der Wind auftritt. Im Grunde genommen ist es draußen niemals Windstill, denn das würde bedeuten, dass sich die Luft nicht mehr bewegt. Aus diesem Grund ist Windenergie absolut effektiv, denn die Ressource Wind versiegt nie und kann immer wieder neu genutzt werden.

Der Nutzen für den weltweiten Energiebedarf
Die Windkraft ist von enormer Wichtigkeit, um den weltweiten Energiebedarf zu decken. Die renommierte amerikanischen Eliteuniversität Harvard fand in einer 2009 durchgeführten Studie heraus, dass die weltweit erzeugte Windenergie vollkommen ausreichen würde, um den kompletten Bedarf zu decken. Sie würde sogar darüber hinaus gehen und fünfmal mehr Energie erzeugen können, als auf dem gesamten Globus gebraucht werden würde. Das Klima stört es nicht, wenn der Wind sozusagen abgezweigt wird und einem anderen Nutzen zugeführt wird, das bestätigt eine vom Max-Planck-Institut durchgeführte Studie. Die Werte dürfen allerdings 38 TW nicht überschreiten. Mit TW wird dabei die mechanische Energie angegeben.

Allerdings gibt es bei der Windkraft ein nicht unerhebliches Problem. Der Wind ist eine variable Komponente, die sich nicht beeinflussen lässt. Zwar können theoretisch an allen Orten und Klimazonen der Welt Windkraftanlagen installiert werden, jedoch bläst der Wind ja nie gleich stark. An sehr windstillen Tagen, laufen die Anlagen nicht und dementsprechend gäbe es auch keinen Strom. Deshalb gelten Windkraftanlagen als gute Zusatzlösung zur Energiegewinnung aus natürlichen Ressourcen, müssen aber stets durch andere Energiegewinnungsquellen unterstützt werden. Rund 20 Prozent des Ökostroms werden derzeit in Deutschland aus Windkraft gewonnen. Weltweit hat China das größte Aufkommen dieser Anlagen, doch auch die USA und andere europäische Länder bauen ihr Netz stetig aus.