Biogasanlagen sorgen für Kritik bei Naturfreunden

© Achim Banck — Fotolia.com

In den Land­krei­sen Buch­holz, Neu Wulm­s­torf und Har­burg wer­den öffent­li­che Gebäu­de und Schu­len der­zeit schon mit grü­ner Ener­gie ver­sorgt. Die kommt aus den nahen Bio­gas­an­la­gen und genau die sind nun Anlass für schar­fe Kri­tik von Sei­ten der Naturfreunde.

Wäh­rend am Horn von Afri­ka Mil­lio­nen von Men­schen ver­hun­gern, wird hier aus Lebens­mit­teln, vor allem aus Mais, Strom und Wär­me erzeugt,“ so die ein­hel­li­ge Mei­nung. Hin­zu käme, dass die Men­ge der zur Ener­gie­ge­win­nung benö­tig­ter Lebens­mit­tel nicht begrenzt wird. Zu viel Auf­re­gung um die grü­ne Ener­gie. Ein Brief soll jetzt den Land­kreis dazu bewe­gen, zumin­dest die Ver­wer­tung der Lebens­mit­tel in den Bio­gas­an­la­gen ein­zu­schrän­ken. Bernd Wen­zel ein akti­ver Natur­freund fin­det dazu kla­re Wor­te: “Der Weg müss­te sein, den Ein­satz von lebens­mit­tel­ähn­li­chen Pflan­zen wenigs­tens unter 50 Pro­zent zu drü­cken. Allein schon aus mora­li­schen Gründen.“

Im Land­kreis Neu Wulm­s­torf kann man die Auf­re­gung nicht ver­ste­hen. Hier sol­len dem­nächst eben­falls Schu­len, das Rat­haus und das Hal­len­bad mit Ener­gie aus Bio­gas ver­sorgt wer­den. Der Fach­be­reichs­lei­ter Tho­mas Sau­nus erklärt: „Das Bio­gas stammt zu 50 Pro­zent aus Mais und zu 50 Pro­zent aus Abfäl­len. Also: For­de­rung erfüllt.“ In den Ver­trä­gen steht das so bis­lang nicht. Nach Kennt­nis­sen des Natur­freun­des Wen­zel wer­den in der Regi­on bis­lang rund 70 Pro­zent an Mais ver­wer­tet. Noch beru­hi­gen die Natur­freun­de die Aus­sa­gen von Tho­mas Sau­nus daher nicht.

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