Dortmunder Studie belegt: „Migranten sind weniger umweltbewusst als Deutsche“

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In Sachen Ener­gie gibt es vie­le unter­schied­li­che Stu­di­en dazu, wie sich Ener­gie spa­ren lässt und wel­che Mög­lich­kei­ten es hin­sicht­lich der För­de­rung erneu­er­ba­rer Ener­gi­en noch geben kann. Neu ist das nun auch unter­sucht wird, wie sich Migran­ten in Deutsch­land mit dem The­ma Ener­gie beschäf­ti­gen. Die Fach­hoch­schu­le Dort­mund hat nun in einer Stu­die her­aus­ge­fun­den: Sie beschäf­ti­gen sich kaum mit dem The­ma Ener­gie und spa­ren auch nicht gern an eben sol­cher. Die Befra­gung fand unter 2000 Migran­ten aus Russ­land und aus der Tür­kei statt. Part­ner bei die­ser groß ange­leg­ten Stu­di­en war neben der Fach­hoch­schu­le auch das Ifeu-Insti­tut mit Sitz in Hei­del­berg durch Lei­tung von Prof. Dr. Ahmet Toprak und Prof. Dr. Mar­cel Hunecke.

Bei­de Sozi­al­for­scher zei­gen sich zufrie­den mit ihrer Stu­die, denn eine ver­gleich­ba­re For­schung gibt es der­zeit noch nicht und sie gibt wich­ti­ge Erkennt­nis­se dar­über, wie Migran­ten in Deutsch­land hin­sicht­lich ihrer Mobi­li­tät, ihrer Ernäh­rung und ihres Kli­ma­be­wusst­seins leben. Dabei ist vor allem fest­zu­stel­len, dass sich Migran­ten kaum mit Bio-Ener­gie beschäf­ti­gen und die­se bewusst für ihren Haus­halt bezie­hen. Ins­ge­samt ist der Ver­brauch des schäd­li­chen CO2 aber bei den Deut­schen deut­lich höher, denn sie nut­zen für ihre Mobi­li­tät ver­mehrt das Auto, wäh­rend die Migran­ten eher auf Bus­se und Bah­nen aus­wei­chen. Das belas­tet das Kli­ma weit weni­ger stark und erklärt des­halb ihre bes­se­ren Wer­te für das Kli­ma, auch wenn die­se wohl eher unbe­wusst erzeugt wer­den und das Nut­zen der öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel nicht zwin­gend dar­auf zurück­zu­füh­ren ist, dass dabei ein kli­ma­scho­nen­der Aspekt eine Rol­le spielt.

Ins­ge­samt ist das Enga­ge­ment in Sachen Kli­ma­schutz bei den Migran­ten und auch bei der Deut­schen Kon­troll­grup­pe gleich gering aus­ge­prägt. Ob wei­te­re Stu­di­en fol­gen wer­den steht der­zeit noch nicht fest. Wich­tig ist die­se Stu­die nicht nur für die Sozi­al­wis­sen­schaft son­dern auch für die Kli­ma­for­scher in Deutsch­land und auch in Russ­land und der Tür­kei. Es muss noch viel gesche­hen im Bewusst­sein der Men­schen, bevor die Ener­gie­wen­de auch in den Köp­fen wirk­lich ange­kom­men ist, so viel scheint sicher zu sein.