Ökostrom Förderung muss gerecht verteilt werden

Das fordert zumindest Jochen Flasbarth, seines Zeichens Chef vom Umweltbundesamt und spricht damit auch vielen Verbraucherschützern aus der Seele. Aktuell ist die Umlage für den Ökostrom mehr als ungerecht verteilt und Strom wird speziell für die Endverbraucher in privaten Haushalten immer mehr zum Kostenproblem. Irgendwann werden die dünnen Säulen der Verteilung am Ende zusammenbrechen und [...]

© frank peters — Fotolia.com

Das for­dert zumin­dest Jochen Flas­barth, sei­nes Zei­chens Chef vom Umwelt­bun­des­amt und spricht damit auch vie­len Ver­brau­cher­schüt­zern aus der See­le. Aktu­ell ist die Umla­ge für den Öko­strom mehr als unge­recht ver­teilt und Strom wird spe­zi­ell für die End­ver­brau­cher in pri­va­ten Haus­hal­ten immer mehr zum Kos­ten­pro­blem. Irgend­wann wer­den die dün­nen Säu­len der Ver­tei­lung am Ende zusam­men­bre­chen und damit das kom­plet­te Sys­tem nicht mehr funk­tio­nie­ren.

Nie­mand darf durch die Strom­rech­nung arm wer­den”, so Flas­barth gegen­über der WELT. Je mehr Strom­ver­brau­cher für die Finan­zie­rung der Ener­gie­wen­de auf­kom­men kön­nen, umso weni­ger las­tet natür­lich auf den Schul­tern von jedem Ein­zel­nen. Aktu­ell sind fast 25.000 Unter­neh­men befreit von den Zah­lun­gen der Öko­steu­er. Was für die­se Unter­neh­men güns­tig erscheint und Ihnen einen guten Platz im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb gewähr­leis­tet, ist für die Ver­brau­cher schlicht nicht mehr zu finan­zie­ren und eine Unge­rech­tig­keit son­der­glei­chen. Wer Zah­len kann der soll dies auch tun for­dert Flas­barth und spricht damit vor allem im Namen der Ver­brau­cher. Wer nicht mehr in der Lage ist sei­nen Strom selbst nicht zu bezah­len, der soll durch staat­li­cher Hil­fe dar­in unter­stützt wer­den. Das könn­te zum Bei­spiel in der Form gesche­hen, dass ener­gie­ef­fi­zi­en­te­re Haus­halts­ge­rä­te ange­schafft wer­den sol­len oder all­ge­mein eine Ener­gie­be­ra­tung statt­fin­det.