Ökostrom-Reform vom Bundeskartellamt gefordert — Kritik von SPD

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Die Strom­kos­ten sol­len begrenzt wer­den, das for­dert das Bun­des­kar­tell­amt. Durch die­se mög­lichst rasch geplan­te Reform soll zum einen die erneu­er­ba­re Ener­gie geför­dert wer­den, zum ande­ren sol­len die Ver­brau­cher so ent­las­tet wer­den, wenn die Strom­kos­ten stei­gen wei­ter. Andre­as Mundt, Prä­si­dent des Bun­des­kar­tell­amts sag­te dazu gegen­über der dpa: “Die För­de­rung in der Form, wie wir sie bis­lang ken­nen, läuft aus dem Ruder.“

Am 15. Okto­ber die­sen Jah­res sol­len die neu­en Prei­se bekannt gege­ben wer­den und zu befürch­ten ist, dass die Umla­ge wei­ter stei­gen wird auf bis zu fünf Cent im Jahr 2013 und das pro Kilo­watt­stun­de ver­brauch­tem Strom. Das bedeu­tet kon­kret für einen Bei­spiel­haus­halt von zwei Erwach­se­nen und zwei Kin­dern einen Anstieg der Kos­ten von bis­lang 125 Euro auf dann immer­hin 175 Euro pro Jahr und das gan­ze ohne Mehr­wert­steu­er gerech­net. Dass dies nicht mehr hin­nehm­bar ist und die Ent­wick­lung hin zu höhe­ren Strom­prei­sen drin­gend gestoppt wer­den muss, dar­über sind sich die meis­ten Poli­ti­ker zumin­dest einig gewor­den.

Zu die­sem Zweck plant Bun­des­um­welt­mi­nis­ter Alt­mey­er von der CDU am Diens­tag ein Tref­fen mit Bran­chen­ver­tre­tern, zur Mög­lich­keit einer kos­ten­lo­sen Ener­gie­be­ra­tung für Ver­brau­cher. Auf die­se Wei­se sol­len Ener­gie­spar­mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den und so einen Weg geschaf­fen wer­den, die Strom­preis­er­hö­hun­gen künf­tig nicht mehr auf die Bür­ger abzu­fe­dern. Aus Sicht der SPD ist vor allem die Regie­rung ver­ant­wort­lich. Dazu meint Huber­tus Heil der Bun­des­tags­frak­ti­ons­vor­sit­zen­de: “Vor allem das schlech­te Manage­ment der Bun­des­re­gie­rung treibt die Prei­se noch.” Hin­zu kom­me das Pro­blem, das alle Bun­des­län­der ein Zelt zum The­ma Ener­gie haben und Koor­di­nie­rung durch den Bund man­ge­le. „Alle paar Mona­te ein Ener­gie­gip­fel ist da zu wenig,“ so Heil wei­ter.