Österreich lässt 12 Milliarden Euro in die Ökostrom-Branche fließen

 

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Öster­reich will bis 2015 unab­hän­gig von Atom­strom sein und kom­plett auf Öko­strom umstel­len. Das Vor­ha­ben wird von einem neu­en Gesetz unter­stützt, was vom Natio­nal­rat mit einer Mehr­heit von zwei Drit­teln abge­seg­net wur­de und nun die Pfor­ten für Inves­ti­tio­nen in Mil­li­ar­den­hö­he öff­net.

Bis zum Jahr 2010 sol­len so rund 12 Mil­li­ar­den Euro inves­tiert wer­den, um neue Tech­no­lo­gi­en für die Öko­strom-Bran­che vor­an zu trei­ben. Das soll nicht nur der Umwelt gut tun, son­dern auch Tau­sen­de neue Jobs ent­ste­hen las­sen. Ein gro­ßer Teil der Gel­der soll in die Pho­to­vol­ta­ik-Tech­nik flie­ßen. Für alle Pro­jek­te gemein­sam ste­hen künf­tig pro Jahr bis zu 50 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung. Immer­hin 11,5 Mil­lio­nen Euro soll für die För­de­rung der Wind­kraft aus­ge­ge­ben wer­den, zehn Mil­lio­nen Euro für Bio­gas und Bio­mas­se, acht Mil­lio­nen für Solar­kraft und 1,5 Mil­lio­nen Euro für Klein­was­ser­kraft­wer­ke. Die ver­blei­ben­den 19 Mil­lio­nen Euro ver­blei­ben für fle­xi­ble Aus­ga­be und kön­nen nach Antrag ver­fügt wer­den.

Rein­hold Mit­ter­leh­ner, Wirt­schafts- und Ener­gie­mi­nis­ter von Öster­reich zeigt sich begeis­tert von den Plä­nen: „Durch unse­re Offen­si­ve erhöht sich der Anteil der Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en am Strom­ver­brauch von jetzt 68 Pro­zent auf rund 85 % im Jahr 2020. Damit sind wir euro­pa­weit Spit­zen­rei­ter.“ Neben dem För­der­kon­zept wird es zusätz­li­che Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se geben. Die­se kön­nen bis zu 16 Mil­lio­nen Euro betra­gen, zusätz­lich zu einer ein­ma­li­gen För­de­rung von 110 Mil­lio­nen Euro. Öster­reich hat in Sachen Ener­gie­ge­win­nung viel vor.