Zwischenfall in hessischem AKW Biblis B wurde erst jetzt bekannt

atom­kraft­werk © phili­pus — fotolia.com

Bereits Ende Sep­tem­ber war es im hes­si­schen Atom­kraft­werk Bib­lis B zu einem tech­ni­schen Zwi­schen­fall gekom­men, der aber erst jetzt vom hes­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um publik gemacht wur­de. Nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums kam es in dem bereits still­ge­leg­ten Kraft­werk zu einem Pro­blem am nuklea­ren Zwi­schen­kühl­kreis­lauf.

Dort hat­te es offen­bar einen Defekt am Motor gege­ben, wor­auf­hin es einen Kurz­schluss an der Pum­pe gab und so eine Not­ab­schal­tung erfolg­te, die den gesam­ten Kühl­kreis­lauf vor­über­ge­hend still leg­te. Nach­dem die Abschal­tung erfolg­te, sei unmit­tel­bar manu­ell eine Ersatz­pum­pe zuge­schal­tet wor­den, so dass zu kei­ner Zeit Gefahr bestan­den hät­te. Die Betrei­ber­fir­ma RWE hat sich inzwi­schen des Pro­blems ange­nom­men und die betrof­fe­ne Pum­pe aus­ge­tauscht. Zu kei­ner Zeit hät­te die Küh­lung ver­sagt, wie das Umwelt­mi­nis­te­ri­um noch ein­mal betont. Dem stim­men auch offi­zi­el­len Behör­den zu und stuf­ten den Vor­fall im Kraft­werk als „Vor­fall ohne sicher­heits­tech­ni­sche Bedeu­tung“ ein. Seit dem Aus­stieg aus der Atom­ener­gie gehör­te Bib­lis B zu den ers­ten Wer­ken, die abge­schal­tet wur­den. Trotz­dem müs­sen die Reak­to­ren aber wei­ter­hin gekühlt wer­den, da der Atom­müll wei­ter­hin strahlt und dabei Wär­me frei­setzt.