Energiesparen in der Heizsaison

energie sparen heizsaison

Wer effi­zi­ent heizt, schont aber nicht nur den Geld­beu­tel, son­dern sorgt gleich­zei­tig für ein gutes Raum- und Wohn­kli­ma. Das wie­der­um wirkt sich auf die Gesund­heit aller Bewoh­ner posi­tiv aus. In Zei­ten des Kli­ma­wan­dels und einer ver­mehr­ten Belas­tung der Erd­at­mo­sphä­re durch schäd­li­ches Koh­len­di­oxid pro­fi­tiert von den Ein­spa­run­gen beim Hei­zen auch die Umwelt. Haus­ei­gen­tü­mer und Mie­ter soll­ten sich stets die nöti­ge Zeit neh­men, um ihre eige­ne indi­vi­du­el­le Wohn­si­tua­ti­on auf mög­li­che Ein­spar­po­ten­zia­le beim Hei­zen zu über­prü­fen.

Dabei kann es mit­un­ter auch sinn­voll sein, einen Exper­ten zura­te zu zie­hen. Es hat sich gezeigt, dass ins­be­son­de­re in Miet­woh­nun­gen das gewal­ti­ge Ein­spar­po­ten­zi­al beim Hei­zen nicht oder nur unzu­rei­chend genutzt wird.

Heizung entlüften

Ein wich­ti­ger Tipp zum Ener­gie­spa­ren ist das kor­rek­te Ent­lüf­ten der Heiz­kör­per. Das gan­ze Jahr über kann sich in den Heiz­kör­pern Luft ansam­meln, was dazu führt, dass der Heiz­vor­gang nicht mehr ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert, oft zu hören durch ein glu­ckern­des Geräusch. Wer das Ent­lüf­ten über Jah­re hin­weg ver­säumt, ver­ur­sacht dadurch unnö­tig hohe Heiz­kos­ten. Dabei dau­ert der Vor­gang nur weni­ge Minu­ten und kann auch von Lai­en pro­blem­los durch­ge­führt wer­den. Die­se effek­ti­ve Maß­nah­me sorgt unmit­tel­bar für mehr Kom­fort und Effi­zi­enz.

Fenster abdichten

Bewoh­ner von Alt­bau­ten sind über­durch­schnitt­lich häu­fig von undich­ten Fens­tern betrof­fen. Dadurch kommt es zu unkon­trol­lier­ter Zug­luft von außen, wel­che die Heiz­kos­ten über das Jahr gese­hen enorm in die Höhe trei­ben kann. Abhil­fe schafft Dich­tungs­band, wel­ches in jedem gut sor­tier­ten Bau­markt erhält­lich ist. Wird die Maß­nah­me kor­rekt umge­setzt, so bleibt die Wär­me in den Räu­men und der Ener­gie­ver­brauch sinkt. Fens­ter soll­ten jedoch nicht 100% abdich­ten um eine Luft­zir­ku­la­ti­on zu gewähr­leis­ten. Ins­be­son­de­re bei der Ver­wen­dung eines Kamins soll­ten Fens­ter Außen­luft zie­hen kön­nen.

Programmierbare  Thermostate

Das Umrüs­ten auf pro­gram­mier­ba­re Ther­mo­sta­te hilft eben­falls effi­zi­ent dabei, Heiz­kos­ten zu mini­mie­ren. Der größ­te Vor­teil dabei ist, dass sich die jewei­li­gen Heiz­zei­ten ganz bequem an den indi­vi­du­el­len Tages­ab­lauf anpas­sen las­sen.

Richtiges Lüften

Rich­ti­ges Lüf­ten der Räum­lich­kei­ten einer Woh­nung oder eines Hau­ses trägt eben­falls ganz ent­schei­dend dazu bei, die Heiz­kos­ten zu sen­ken. Ener­gie­be­ra­ter stel­len bei ihren Woh­nungs­be­ge­hun­gen immer wie­der fest, dass nicht rich­tig gelüf­tet wird. Doch gera­de dadurch kann ener­gie­spa­rend geheizt wer­den. Wenig hilf­reich, aber immer wie­der gese­hen, sind dau­er­haft gekipp­te Fens­ter, die nicht nur zu einem erhöh­ten Heiz­ener­gie­ver­brauch, son­dern dar­über hin­aus auch für zu wenig Luft­zir­ku­la­ti­on und sogar Schim­mel­bil­dung an den Wän­den füh­ren kön­nen. Bewährt hat sich die soge­nann­te Stoß­lüf­tung, also das kom­plet­te Öff­nen vie­ler oder aller Fens­ter einer Woh­nung für jeweils meh­re­re Minu­ten. Beson­ders in der kal­ten Jah­res­zeit ist ein mehr­ma­li­ges Stoß­lüf­ten täg­lich für die Redu­zie­rung der Heiz­kos­ten von beson­de­rer Bedeu­tung.

Räume nicht auskühlen lassen

Mit einem pro­gram­mier­ba­ren Ther­mo­stat lässt sich auch die Raum­tem­pe­ra­tur opti­mal ein­stel­len. Nicht jeder Raum inner­halb einer Woh­nung oder eines Hau­ses muss gleich warm sein. Die meis­ten Men­schen emp­fin­den im Wohn­zim­mer eine Raum­tem­pe­ra­tur von 20 °Cel­si­us als ange­nehm. Im Bad kann es durch­aus etwas wär­mer sein wäh­rend Küche und Schlaf­zim­mer durch­aus etwas küh­ler tem­pe­riert wer­den kön­nen. Es soll­te auch bedacht wer­den, dass in den Wohn­räu­men stets eine Min­dest­tem­pe­ra­tur von 15° auf­recht­erhal­ten wer­den soll­te, ansons­ten wür­den die Wän­de zu stark aus­küh­len, was wie­der­um die Gefahr der Schim­mel­bil­dung begüns­tigt. Dar­über hin­aus dau­ert bei stark her­un­ter­ge­kühl­ten Wohn­räu­men die Auf­heiz­pha­se viel zu lan­ge, was wie­der­um die Heiz­kos­ten in die Höhe treibt.

Was die eige­ne Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur angeht, so kann ruhig ein wenig expe­ri­men­tiert wer­den. Lang­fris­tig zahlt es sich dabei aus, die Grund­tem­pe­ra­tur viel­leicht etwas nach unten abzu­sen­ken, um gewal­tig und ohne viel Auf­wand an Heiz­kos­ten ein­zu­spa­ren. Wer bei­spiels­wei­se sei­ne Raum­tem­pe­ra­tur um nur 1° Cel­si­us absenkt, kann sei­ne durch­schnitt­li­chen Heiz­kos­ten bereits durch­schnitt­lich um etwa 6 % redu­zie­ren.

Fenster sind Energiefresser

Vie­len Bewoh­nern ist nicht bewusst, dass auch die Vor­hän­ge und Gar­di­nen einen gro­ßen Ein­fluss auf das Ein­spar­po­ten­zi­al beim Hei­zen haben kön­nen. Es hat sich als effi­zi­ent erwie­sen, Jalou­si­en, Vor­hän­ge oder Roll­lä­den geschlos­sen zu hal­ten, damit die wert­vol­le Wär­me nicht nach außen drin­gen kann.

Beson­ders abends soll­ten die Vor­hän­ge geschlos­sen wer­den, damit es über Nacht in den Wohn­räu­men ange­nehm warm bleibt. Durch die­se sinn­vol­le Maß­nah­me zur Ener­gie­ein­spa­rung küh­len die Wohn­räu­me nachts auch nicht so stark aus.

Wärmemstau vermeiden

Möbel ver­ur­sa­chen in Woh­nun­gen nicht sel­ten einen soge­nann­ten Wär­me­stau, wel­cher schnell dazu füh­ren kann, dass die Heiz­kos­ten unan­ge­mes­sen in die Höhe schie­ßen. Ein Grund­satz­prin­zip zum Ener­gie ein­spa­ren lau­tet daher, alle Heiz­kör­per immer frei­zu­hal­ten, damit die Wär­me ganz unge­hin­dert in die Raum­luft eines Zim­mers abge­ge­ben wer­den kann.

Warmwasser sparen

Ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um zur Redu­zie­rung von Heiz­kos­ten ist der rich­ti­ge Umgang mit auf­ge­heiz­tem Was­ser. War­mes Was­ser, wel­ches das gan­ze Jahr über zur Kör­per­pfle­ge aber auch zum Kochen ver­wen­det wer­den muss, trägt ganz wesent­lich zum erhöh­ten Ener­gie­ver­brauch bei. Woh­nungs­ei­gen­tü­mer und Mie­ter soll­ten des­halb alles dar­an set­zen, Warm­was­ser mög­lichst spar­sam zu ver­brau­chen. Mit ein paar ein­fa­chen Tricks lässt sich der Warm­was­ser­ver­brauch über das Jahr gerech­net bereits erheb­lich redu­zie­ren. So ist bei­spiels­wei­se zum hygie­ni­schen Hän­de­wa­schen auch kal­tes oder leicht tem­pe­rier­tem Was­ser voll­kom­men aus­rei­chend. Beson­ders effek­tiv ist es auch, die Bade­häu­fig­keit oder die Dusch­zei­ten ent­spre­chend zu redu­zie­ren, die Kör­per­hy­gie­ne muss dar­un­ter kei­nes­wegs lei­den. Wer dann zusätz­lich noch einen zer­ti­fi­zier­ten Spar­dusch­kopf ver­wen­det, redu­ziert sei­ne Warm­was­ser­kos­ten noch­mals erheb­lich.