Neues Forschungsprojekt: Ökostrom als Benzinersatz

© K. Dreid­ler — Fotolia.com

Noch immer gilt Koh­len­stoff-Dioxid (kurz CO2) als schäd­lich für die Umwelt. Ein neu­es Pro­jekt soll nun zei­gen, wie sich Co2 sinn­voll nut­zen lässt und zwar als Kraft­stoff als Ersatz für Ben­zin und ähn­li­che Kraft­stof­fe. Das For­schungs­pro­jekt hört auf den Namen „Sun­Fire“ und fin­det der­zeit in Jülich statt. Es wird geför­dert vom Minis­te­ri­um und das in einer Höhe von 587.000 Euro. Ziel ist es, aus Koh­len­di­oxid im Zuge der Wen­de hin zu den erneu­er­ba­ren Ener­gien Kero­sin, Die­sel und Ben­zin zu gewin­nen. Dabei wird aus dem aus­ge­sto­ße­nen Was­ser­dampf, Was­ser­stoff gewon­nen und ent­spre­chend umge­wan­delt. Das Ver­fah­ren nennt sich Hochtemperatur-Wasserdampfelektrolyse.

Lang­fris­tig kann so nicht nur neu­er Kraft­stoff gewon­nen wer­den, auch die Kli­ma­ga­se kön­nen abge­senkt wer­den und so fin­det ein gro­ßer Bei­trag zum Woh­le der Umwelt statt. Der Gesamt­wir­kungs­grad kann dabei auf rund 70 Pro­zent bezif­fert wer­den. Her­aus kom­men nach der Erhit­zung auf mehr als 800 Grad Cel­si­us Flüs­sigstof­fe, die sich leicht lagern und trans­por­tie­ren las­sen. Sie sind kom­pa­ti­bel mit der aktu­el­len Antriebs- und Infra­struk­tur, was auch eine Anwen­dung in der Luft­fahrt durch­aus mög­lich macht, wie Vor­stands­mit­glied der For­schungs­pro­jekt­grup­pe Harald Bolt in einem Inter­view erklärt. Wann die For­schung Markt­rei­fe errei­chen wird, steht der­zeit noch nicht fest.

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