Umbruch in Deutschland: Ökostrom statt Kernenergie

Am deutschen Strommarkt ist eine eindeutige Tendenz in der Richtung zu erkennen, als dass die Atomenergie immer häufiger und in zunehmendem Umfang vom Ökostrom verdrängt wird. Darüber hinaus gibt es schon seit einiger Zeit die erfreuliche Entwicklung, dass Ökostrom kaum noch teurer als konventioneller Strom ist.

Welt­weit wer­den vie­le neue Atom­kraft­wer­ke geplant, nicht aber in Deutsch­land, denn statt­des­sen wer­den die Mei­ler hier­zu­lan­de nach und nach abge­schal­tet wer­den. Ein wesent­li­cher Grund dafür besteht auch dar­in, dass Atom­strom hier­zu­lan­de bei vie­len Unter­neh­men und vor allen Din­gen Ver­brau­chern nicht mehr ger­ne gese­hen ist. Dies ist in ers­ter Linie auf die Atom­ka­ta­stro­phe von Fuku­shi­ma zurück­zu­füh­ren. So lag der Anteil der Atom­ener­gie im Bereich des Strom­mix im ver­gan­ge­nen Jahr nur noch bei rund 16 Pro­zent, wäh­rend es im Jah­re 2010 über 20 Pro­zent waren. Wäh­rend der Atom­strom immer mehr an Bedeu­tung ver­liert, ent­wi­ckelt sich der Öko­strom genau in die gegen­tei­li­ge Rich­tung. In den letz­ten zwei Jah­ren hat sich der Anteil des Öko­stroms am Strom­mix näm­lich von knapp 16 Pro­zent auf mitt­ler­wei­le und 22 Pro­zent erhöht. Schaut man sich den Ener­gie­er­trag an, so belegt der Öko­strom mitt­ler­wei­le nach dem Braun­koh­le­strom den zwei­ten Platz.

Anteil des Ökostroms wird in den kommenden Jahren weiter steigen

Die Ten­denz der letz­ten Jah­re dürf­te sich nach Mei­nung der meis­ten Exper­ten auch in den kom­men­den Jah­ren wei­ter fort­set­zen, sodass der Öko­strom wei­ter an Bedeu­tung gewin­nen wird. Auch die Poli­tik unter­stützt die­se Ent­wick­lung und hat unter ande­rem zum Ziel, dass bis 2020 min­des­tens 80 Pro­zent des zu Ver­fü­gung ste­hen­den Stroms aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­quel­len stam­men sol­len. Bis­her sind es vor allen Din­gen Wind- und Was­ser­kraft, Solar­ener­gie und Bio­mas­se, aus denen der Öko­strom gewon­nen wird. Dabei der Öko­strom erzeu­gen kei­ne fos­si­len Ener­gi­en ver­wen­det wer­den, ist der Öko­strom sehr kli­ma­scho­nend, da es CO2-Emis­sio­nen nur in gerin­gem Aus­maß gibt. Der Spit­zen­rei­ter im Bereich der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gi­en ist nach wie vor die Wind­kraft, die einen Anteil von knapp 7,5 Pro­zent am gesam­ten Öko­strom hat. Aber auch die Bio­mas­se holt mit einem Anteil von inzwi­schen über 6,5 Pro­zent immer mehr auf. Mitt­ler­wei­le sind es mehr als 70 Pro­zent aller Strom­an­bie­ter, die min­des­tens einen Öko­strom­ta­rif im Ange­bot haben. Auch des­halb ist mitt­ler­wei­le zu erken­nen, dass Öko­strom nur noch gering­fü­gig teu­rer als kon­ven­tio­nel­ler Strom ist.

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