Reform der Ökostrom-Umlage

Soll­te die­ses Vor­ha­ben schei­tern, müs­sen die Ver­brau­cher mit einem wei­te­ren Anstieg der Öko­strom-Umla­ge um 1,5 Cent pro Jahr rech­nen. Ein Drei­per­so­nen­haus­halt muss zur­zeit 5,28 Cent pro Kilo­watt­stun­de an Öko­strom-Umla­ge bezah­len. Das teil­te der Geschäfts­füh­rer Koh­ler von der Deut­sches Ener­gie-Agen­tur (Dena) der “Han­no­ver­schen All­ge­mei­nen Zei­tung” in einem Inter­view mit.

Erst nach einem Netzaufbau sollen neuen Windräder genehmigt werden

Der Grund für die­se Preis­er­hö­hun­gen läge im Bau von neu­en Solar- und Wind­kraft­an­la­gen. Die­se Stra­te­gie sei dafür ver­ant­wort­lich, dass im Jahr rund 9.000 Mega­watt an Öko­strom­leis­tung mehr hin­zu­kommt, die durch die Umla­ge finan­ziert wer­den sol­len. Aus die­sem Grund for­dert Koh­ler einen Stopp die­ser plan­lo­sen und teu­ren Stra­te­gie. Ziel einer Reform sei es, die­sen Zustand zu been­den. In Zukunft dürf­ten dann nur Solar­an­la­gen und Wind­rä­der instal­liert wer­den, wenn deren Betrei­ber auch die ent­spre­chen­den Strom­ab­neh­mer nach­wei­sen kann. Gleich­zei­tig will man bei der Reform auch die Vor­rang­ein­spei­sung und die fes­ten Ver­gü­tungs­sät­ze für den grü­nen Strom abschaf­fen. Die Öko­strom­erzeu­ger sol­len dem­nach in Zukunft ihren Strom selbst auf den Markt bringen.

Eine Strompreisbremse war bisher zum Scheitern verurteilt

Alle Bemü­hun­gen, mit einer Strom­preis­brem­se die Ent­wick­lung auf­zu­hal­ten, sind bis­her geschei­tert. Wäh­rend noch im Jahr 2008 die Abga­ben bei 21,65 Cent die Kilo­watt­stun­de lagen, so müs­sen die Ver­brau­cher heu­te 28,50 Cent jähr­lich für die Abga­ben auf­brin­gen. Das Bei­spiel wur­de nach einem Drei­per­so­nen­haus­halt mit einem jähr­li­chen Strom­ver­brauch von 3.500 Kilo­watt errech­net. Nur mit einer Geset­zes­än­de­rung kann die­se für den Ver­brau­cher kos­ten­spie­li­ge Ent­wick­lung auf­ge­hal­ten wer­den. Immer­hin macht die Umla­ge ein Fünf­tel bei der jähr­li­chen Rech­nung für einen Drei­per­so­nen­haus­halt aus.

Mit einer Geset­zes­än­de­rung will man errei­chen, dass die Öko­strom-Umla­ge nicht wei­ter ansteigt. Soll­te die Ent­wick­lung nicht gestoppt wer­den, dann müss­ten die Ver­brau­cher mit einem Anstei­gen der Umla­ge um ein Drit­tel rech­nen. Nur die Poli­tik kann die­se rasan­te Ent­wick­lung ver­hin­dern und somit den Strom­preis in die­ser Hin­sicht sta­bil hal­ten, denn der ist ohne­hin schon hoch genug und für die Ver­brau­cher eine zu hohe Belastung.

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